Wir freuen uns, dass Sie sich für die Kita Strubbelstubb interessieren. Herzlich willkommen!

Mit der Eingewöhnung beginnt ein neuer Lebensabschnitt für Sie und Ihr Kind. Dies ist nicht immer einfach und das wissen wir. Werden Sie nicht ungeduldig, jeder braucht seine Zeit (Sie genauso wie Ihr Kind und auch die Mitarbeiter).

Nach unseren Erfahrungen wird jedes Kind in der Krippe „ankommen“, einige schneller, einige langsamer. Da dies stark von Ihren Gefühlen abhängig ist, bitten wir Sie mit uns zu sprechen, wenn Sie unsicher werden oder es Ihnen mit der Ablösung nicht gut geht. Setzen Sie sich und Ihr Kind nicht unter Druck (denn Druck erzeugt Widerstand und wird den Prozess verlängern).

Hier eventuelle zukünftige Veränderungen:

  • Seien Sie stolz, dass Ihr Kind eine Einrichtung besucht in der es seine Lebenswelt erweitern kann.
  • Dies heißt auch „Abschied nehmen“ von dem Lebensabschnitt, in dem die Eltern-Kind-Beziehung besonders intensiv erlebt wurde.
  • Unsicherheiten mit den neuen Miterziehenden bewältigen und ansprechen.
  • Ängste überwinden, die Zuneigung des Kindes an einen Mitarbeiter als Bezugsperson zu verlieren.
  • Sich erstmalig für längere Zeit vom Kind loslösen können.
  • Bereitschaft, neue Regeln, und andere Kommunikationsstile zu akzeptieren.
  • Bereitschaft, die Erziehungsarbeit der Einrichtung (Konzept) mitzutragen und dem Kind im Übergangsprozess Unterstützung anbieten.
  • Die Freude über Entwicklungsfortschritte und zunehmende Selbständigkeit des Kindes mit ihm und den Mitarbeitern teilen.
  • Eine vertrauensvolle Beziehung zu den Mitarbeitern aufbauen und deren Beziehung zum Kind wertschätzen.
  • Nicht nur das eigene Kind, sondern die Interessen und Bedürfnisse der Gruppe und der Einrichtung beachten.
  • Mit den unterschiedlichen Anforderungen von Familie, Einrichtung (wie z.B. pünktliches Bringen und Abholen) und Beruf zurechtkommen.
  • Die Einrichtung sowie andere Eltern als Ressource (z.B. Austausch von Erfahrungen, Ratgeber in Erziehungsfragen) für die Übergangsbewältigung nutzen.

Wir wünschen uns, dass Sie sich an unsere angegebenen Zeiten halten. Es sollten zwei bis fünf Wochen Zeit eingeplant werden.

Während der gesamten Eingewöhnungszeit werden Sie von einer Fachkraft begleitet und unterstützt. Wir achten darauf, dass die Eingewöhnung nicht auf einen Mitarbeiter reduziert wird. Alle Mitarbeiter fühlen sich für das neue Gruppenmitglied verantwortlich. Denn auch das Kind entscheidet, zu wem es gehen möchte. Deswegen werden Eingewöhnungen auch nicht unterbrochen, wenn zum Beispiel die „Bezugsfachkraft“ ausfällt. Wobei sich der intensive Gesprächsaustausch mit den Eltern sehr wohl auf eine Mitarbeiterin beschränkt, die von Anfang an festgelegt wird.

Die Eingewöhnung erfolgt schrittweise. Sie beginnt mit einer Stunde und sollte kontinuierlich von einem Elternteil (immer gleichbleibend) begleitet werden. Sie und Ihr Kind bekommen die Möglichkeit in kleinen Schritten die Mitarbeiter, die Räumlichkeiten und die anderen Kinder in der Gruppe kennenzulernen und eine Bindung aufzubauen.

In den ersten drei Tagen erwarten wir, dass Sie Ihr Kind begleiten und nicht eigenmächtig den Gruppenraum verlassen. Danach ist es, in Rücksprache mit uns und der Situation des Kindes angemessen, wichtig, den Gruppenraum für eine kurze Zeitspanne zu verlassen. Individuell auf jedes Kind und seine Bedürfnisse zugeschnitten, werden wir die Zeitspanne der Abwesenheit mit Ihnen besprechen. Bis Ihr Kind den Rhythmus von Weggehen und Wiederkommen verinnerlicht hat. Ein Kuscheltier, der Schnuller oder ein für die Kinder wichtiger Gegenstand sollte zur Erstausrüstung gehören. Er stellt das Bindeglied zwischen uns, seinem Zuhause und den Eltern dar.

Bitte setzen Sie sich an den Rand des Gruppenraumes auf einen unserer Stühle oder auf den Boden. (Bitte schalten Sie Ihr Handy aus!) Sinnvoll und wichtig ist es, wenn Sie sich nur in der Beobachterrolle befinden. Das Spielen mit den anderen Kindern der Gruppe verstärkt die Aufmerksamkeit Ihres Kindes auf Sie als Eltern (Eifersucht). Es erschwert uns den Zugang zu Ihrem Kind! Durch die wachsende Beziehung zwischen den Eltern und Mitarbeitern wächst auch die Beziehung zwischen Kind und Mitarbeiter. Das Verhalten der Kinder ist stark abhängig vom Verhalten der Eltern. Wenn das Kind im Laufe der Eingewöhnungszeit Vertrauen zu den Mitarbeitern gewonnen hat, sich z.B. bei Kummer trösten lässt, es Freude und Neugier an der neuen Umgebung zeigt, ist der erste Schritt zur Ablösung gelungen.

Auch in angespannter Situation sollten Sie nicht den Kopf verlieren und Ihrem Kind die nötige Gelassenheit entgegenbringen. Sie sollen Anker und Anlaufpunkt sein und Trost spenden, jedoch Ihrem Kind die Möglichkeit lassen, den Raum, die Kinder, uns und die Umgebung kennenzulernen. Haben Sie Teil an den kleinen Dingen, die Ihren Kindern Spaß machen. Auch wenn ein Kind scheinbar „nichts“ tut, ist es mit allen Sinnen beschäftigt und nimmt seine momentane Situation und seine Umwelt wahr.

Oft wird es bei Abschiedssituationen noch einmal schwierig, wenn die Mutter oder der Vater sich vom Kind trennen müssen. Wenn die Eltern unsicher beim Gehen sind und beispielsweise nach dem Verabschieden immer wieder zögern, so wird sich dies auf das Kind übertragen und es wird Unsicherheit beim Bleiben verspüren. Das „Tschüss“ sagen sollte nie vergessen werden, sonst kann sich das Kind betrogen fühlen, jedoch ist beim Gehen Konsequenz nötig. Die Erfahrung hat gezeigt, dass in den meisten Fällen nicht die Kinder Trennungsschwierigkeiten haben, sondern ihre Eltern. Wir legen großen Wert darauf, dass die Eltern ihr gegebenes Wort einhalten, was das Abholen angeht. Die Kinder orientieren sich stark daran, denn sie merken sich ganz genau, ob die Mama oder der Papa „nach dem Essen“ oder „nach dem Schlafen“ gesagt hat.

Den Eltern wird während der Eingewöhnungsphase täglich berichtet, wie ihr Kind die Ablösung gemeistert hat. Der Abschluss der Eingewöhnung ist erreicht, wenn sich das Kind in Stresssituationen von einem Mitarbeiter beruhigen lässt, die Spiel-und Lernangebote der neuen Umgebung nutzt und nach dem Schlafen „gut“ aufwacht.

Bedenken Sie bitte: Jeder Tag in der Krippe ist für Ihr Kind ebenso ein Arbeitstag wie für Sie.

Schön wäre es, wenn Sie Ihren Tagesrhythmus zu Hause (in Bezug auf Essens- und Schlafenszeiten) an den unseren angleichen könnten.